{"id":803,"date":"2019-05-16T21:55:02","date_gmt":"2019-05-16T19:55:02","guid":{"rendered":"http:\/\/camillasblog.de\/?p=803"},"modified":"2019-05-17T10:29:00","modified_gmt":"2019-05-17T08:29:00","slug":"depression","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/camillasblog.de\/?p=803","title":{"rendered":"Depression"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Disclaimer: Ich bin kein ausgebildeter Psychotherapeut oder \u00e4hnliches. Der Artikel basiert auf meiner pers\u00f6nlichen Erfahrung und subjektiven Einsch\u00e4tzung. <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Was ist Depression? Der Begriff leitet sich vom lateinischen &#8222;depressio&#8220; ab. Das &#8222;de&#8220; wird mit <em>nieder, herab<\/em> \u00fcbersetzt und das &#8222;pressio&#8220; mit <em>Druck<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Es handelt sich also um ein Herunterdr\u00fccken. Im Allgemeinen Sprachgebrauch wird Depression auch als Niedergeschlagenheit oder Schwerm\u00fctigkeit bezeichnet. Ganz konkret handelt es sich um das <strong>Unterdr\u00fccken von Gef\u00fchlen<\/strong>. H\u00e4ufig wird Depression mit Traurigkeit assoziiert. Dies kommt jedoch nicht ganz hin, denn auch Trauer ist ein Gef\u00fchl, das in diesem Zustand nicht wirklich zugelassen werden kann. <\/p>\n\n\n\n<p>In starker Auspr\u00e4gung kann eine Depression auch eine Diagnose sein. Es wird dann von einer psychischen St\u00f6rung oder seelischen Erkrankung gesprochen. Da es in meinem Beitrag aber um das <strong>Wirkungsprinzip<\/strong> geht \u2013 das losgel\u00f6st vom Grade der Auspr\u00e4gung ist \u2013 gehe ich nicht weiter auf die klinische Sichtweise ein. Mir geht es vielmehr darum, den Mechanismus zu beleuchten, der uns in depressive Verstimmungen bringen kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Wurzel liegt im Begriff selbst. Es findet also ein Nicht-Zulassen von Gef\u00fchlen statt. Warum? Meist liegt es daran, dass der Betroffene* etwas Schlimmes erlebt hat. Zumindest etwas, das Gef\u00fchle hervorruft, die zu schmerzhaft\/verst\u00f6rend\/schockierend sind, um sie zu f\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">*Ich gendere meist nicht in meinen Beitr\u00e4gen, zur besseren Lesbarkeit.<\/pre>\n\n\n\n<p>Eine logische Konsequenz von \u00dcberforderung mit sich selbst ist Ablenkung. Wenn wir nicht &#8222;mit uns sein&#8220; k\u00f6nnen, besch\u00e4ftigen wir uns mit anderen. Sei es mit dem Leben der Nachbarn oder gro\u00dfen Ber\u00fchmtheiten. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir tauchen in Fantasiewelten ab (zB. durch Videospiele), gehen feiern ohne Ende, trinken zu oft und zu viel Alkohol, binge-watchen irgendwelche Serien, nehmen Drogen,  k\u00f6nnen mit dem Essen nicht aufh\u00f6ren oder treiben wie verr\u00fcckt Sport.<\/p>\n\n\n\n<p>All das und noch vieles andere machen wir, um dem Dunklen, Schweren und Schmerzhaften zu entfliehen. Es ist eine Flucht vor uns selbst. Wir wissen nicht, wie wir mit so starken Emotionen umgehen k\u00f6nnen. Haben Angst, dass sie uns erdr\u00fccken, \u00fcberw\u00e4ltigen. Also lenken wir uns ab. <\/p>\n\n\n\n<p>Alternativ kann es sein, dass wir uns immer mehr zur\u00fcckziehen. Wir fangen an, uns selbst f\u00fcr unsere vermeintliche<strong> <\/strong>Schw\u00e4che abzulehnen. Wir haben Sorge, dass andere die Negativit\u00e4t in uns sp\u00fcren und uns deshalb aus dem Weg gehen w\u00fcrden. Also meiden wir den Kontakt und gehen immer weniger oder wom\u00f6glich irgendwann gar nicht mehr raus. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine subtilere Form von Depression ist der Funktionsmodus. Weil man ja nicht &#8222;nur rumh\u00e4ngen&#8220; kann, wird die Zeit mit To Dos gef\u00fcllt. Da hei\u00dft es dann nur noch arbeiten, f\u00fcr andere da sein, das N\u00f6tigste erledigen und am Ende des Tages ersch\u00f6pft auf&#8217;s Sofa fallen, um sich nur noch berieseln zu lassen. Keine qualit\u00e4tsvolle Zeit f\u00fcr sich, Freunde oder Familie.<\/p>\n\n\n\n<p>Weit entfernt von einem erf\u00fcllten, freudvollen Leben. Zumindest f\u00e4llt man auf diese Weise niemandem zur Last. L\u00e4sst sich nichts anmerken. Das &#8222;Sich\u2013Zusammenrei\u00dfen&#8220; kann zwar eine ganze Weile funktionieren, aber auf lange Sicht ist es keine L\u00f6sung. Im Gegenteil: Es macht uns krank. Irgendwo m\u00fcssen all die Gef\u00fchle ja hin, ob nun bewusst wahrgenommen oder nicht. <\/p>\n\n\n\n<p>Jede nicht gef\u00fchlte, sondern abgelehnte und unterdr\u00fcckte Emotion sammelt sich in uns. Dann kann es zu Entz\u00fcndungen \u2013 h\u00e4ufig im Hals (Ausdruck\/Annehmen), im Darm (Vergangenheit) oder in der Blase (Beziehungen) \u2013 zu Geschw\u00fcren, Krebs, oder sonstigen (chronischen) Erkrankungen kommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Louise Hay hat sich zu ihren Lebzeiten intensiv mit den physischen Auswirkungen negativer Gedankenmuster auseinandergesetzt. Es ist unter anderem ein handliches Buch entstanden, wo es eine Auflistung der mentalen Ursachen f\u00fcr k\u00f6rperliche Beschwerden gibt. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>(Werbung ohne Auftrag)<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das ist nicht nur meine Meinung und Einsch\u00e4tzung, dieser Zusammenhang ist mittlerweile erwiesen. Die Gedanken, die wir haben, sind mit Emotionen verkn\u00fcpft. Diese sorgen f\u00fcr die Aussch\u00fcttung von bestimmten Hormonen. Diese wiederum geben Informationen (Stress \/ Ruhe \/ Freude uvm.) an unser vegetatives Nervensystem, welches seinerseits gro\u00dfen Einfluss auf die physischen Vorg\u00e4nge im K\u00f6rper hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein einfacher Weg f\u00fcr einen detaillierten Einstieg in die Thematik, wie Psyche und k\u00f6rperliche Gesundheit zusammenh\u00e4ngen, ist zum Beispiel die Dokumentation &#8222;Heal&#8220; von Kelly Noonan Gores. Dort kommen verschiedenste Wissenschaftler, Heiler und \u00c4rzte zu Wort. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>(Werbung ohne Auftrag)<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Auch wenn es nicht (gleich) zu k\u00f6rperlichen Leiden kommt, so hat der Nicht\u2013Umgang mit Stressoren oder Traumata mindestens eine psychische Konsequenz. Abgesehen von den oben beschriebenen Bew\u00e4ltigungsstrategien, klammern Menschen leider recht h\u00e4ufig den Teil ihres Ichs aus, der mit dem negativen Erlebnis in direktem Zusammenhang steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie haben mitunter unerkl\u00e4rliche \u00c4ngste, sind ohne ersichtlichen Grund freudlos oder verlieren das Interesse an Dingen, die ihnen vorher sehr gefielen. Sie haben unter Umst\u00e4nden einen Pers\u00f6nlichkeitsanteil unbewusst abgekapselt, um nicht das Risiko einzugehen, dass sich eine solche Situation wiederholt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zusammenfassung<\/strong>: Starke, negative Gef\u00fchle zu unterdr\u00fccken ist vom Gehirn eine Funktion, uns vor emotionalen Schmerzen zu sch\u00fctzen. Die \u00e4u\u00dfert sich z.B. durch Ablenkung, Fokussierung auf andere Dinge, Isolation und im gravierendsten Falle durch Abspaltung (&#8222;Vergessen&#8220;, Verdr\u00e4ngung). Dieser Mechanismus hat allerdings oft zur Folge, dass stattdessen unser K\u00f6rper krank wird. Kurzfristiger emotionaler &#8222;Schutz&#8220; f\u00fchrt in den allermeisten F\u00e4llen zu langfristigen k\u00f6rperlichen Leiden. <\/p>\n\n\n\n<p>Um das Ganze aber konstruktiv zu betrachten, m\u00f6chte ich noch klarstellen: Wir k\u00f6nnen den Zugang zu unseren nicht gef\u00fchlten Emotionen wiederherstellen.  Unabh\u00e4ngig davon, wie lange es her ist oder wie stark die Ersch\u00fctterung war. Wir k\u00f6nnen (emotionale) Verletzungen <strong>heilen<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist ein individueller, meist intensiver Prozess, der sich immer lohnt. Wir genesen sowohl emotional als auch mental und k\u00f6rperlich. Von der Depression kann es in die Expression kommen. Jeder Schritt in Richtung Heilung h\u00e4lt ein Geschenk bereit. Denn wer Angst und Schmerz f\u00fchlen kann, ist auch f\u00fcr gro\u00dfe Freude und Liebe bereit.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Wenn du dich in einem oder mehreren Aspekten wiederfindest und einen Weg finden m\u00f6chtest, damit umzugehen, kannst du mich gerne kontaktieren. <\/p><p><a href=\"https:\/\/ck-coaching.jimdo.com\/\">https:\/\/ck-coaching.jimdo.com\/<\/a><br>Links oben im Men\u00fc unter Kontakt<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Disclaimer: Ich bin kein ausgebildeter Psychotherapeut oder \u00e4hnliches. Der Artikel basiert auf meiner pers\u00f6nlichen Erfahrung und subjektiven Einsch\u00e4tzung. Was ist Depression? Der Begriff leitet sich vom lateinischen &#8222;depressio&#8220; ab. Das &#8222;de&#8220; wird mit nieder, herab \u00fcbersetzt und das &#8222;pressio&#8220; mit Druck. Es handelt sich also um ein Herunterdr\u00fccken. 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