{"id":884,"date":"2024-06-14T10:06:54","date_gmt":"2024-06-14T08:06:54","guid":{"rendered":"https:\/\/camillasblog.de\/?p=884"},"modified":"2024-07-14T09:34:07","modified_gmt":"2024-07-14T07:34:07","slug":"bisher-ist-mein-neues-lieblingswort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/camillasblog.de\/?p=884","title":{"rendered":"&#8222;Bisher&#8220; ist mein neues Lieblingswort"},"content":{"rendered":"\n<p>Dass unsere Worte machtvoll sind, wei\u00df jeder. Ich glaube Shakespeare hat einmal gesagt, einen abgeschossenen Pfeil und ein gesagtes Wort kann man nie mehr zur\u00fccknehmen. Da ist was dran. So auch im Positiven&#8230; Drei kleine Worte, aus dem Herzen gesagt, haben die Macht, die Welt eines Menschen f\u00fcr immer zu ver\u00e4ndern. Alles mit anderen Augen zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Menschen achten gar nicht auf ihre Wortwahl. Aber sp\u00e4testens in den Coaching Sessions mit mir, kommen Formulierungen ans Licht, die gro\u00dfen Impact haben. Vor allem die hinderlichen Aussagen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn also erst einmal bewusst geworden ist, wie oft jemand &#8222;man&#8220; sagt, statt &#8222;ich&#8220; (um unbewusst eine Distanz zu dem Gesagten zu schaffen) oder Glaubenss\u00e4tze spricht, die einen glatt aus den Socken hauen, wird es manchmal unangenehm. Das Bewusstsein \u00fcber den nicht gerade liebevollen Umgang mit sich selbst, wird gerade durchs H\u00f6ren schmerzlich bewusst.<br>Wie also kommunizieren, was abwertend, negativ oder u.U. sch\u00e4dlich f\u00fcr die eigene Psyche ist, aber relevant um mir, dem Coach, die Sache zu schildern?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Mein Ansatz ist ein Reframing. Statt zu sagen &#8222;Man steckt eben immer zur\u00fcck.&#8220;, kann der Coachee das W\u00f6rtchen &#8222;bisher&#8220; einsetzen. &#8222;Bisher steckte ich meistens zur\u00fcck.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Pr\u00e4teritum hier ist auch mit Absicht gew\u00e4hlt. Diese Zeitform impliziert eine abgeschlossene Vergangenheit. Wie cool ist das denn? Wir k\u00f6nnen allein \u00fcber ein Adverb sowie eine grammatikalische Zeitform, unser Bewusstsein ver\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Dem aufmerksamen Lesenden ist vielleicht auch die Ab\u00e4nderung vom &#8222;immer&#8220; zu &#8222;meistens&#8220; aufgefallen. Auch dies dient der Relativierung bzw. vor allem der Ann\u00e4herung an die Wahrheit. Denn ob bewusst oder nicht, immer gibt es nicht. Das w\u00fcrde eine Absolutheit implizieren, die faktisch unrealistisch ist.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Aktiv den Inhalt einer Aussage in Kontext zu setzen, hilft, ihn zu relativieren. Was jemand \u00fcber sich geglaubt hat, wird als Reflexion gesprochen, nicht mehr als Tatsache. Und doch wird der Inhalt nicht verdr\u00e4ngt oder abgetan. Der Bezug zur Gegenwart sowie seine Auswirkung auf den Gef\u00fchlszustand bleiben in der Schilderung erhalten, sodass ein aktives Aufl\u00f6sen m\u00f6glich bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Probiert&#8217;s doch mal aus, wenn ihr das n\u00e4chste Mal eine Aussage treffen wollt, die eine negative Konnotation hat und deren Inhalt ihr transformieren wollt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Bisher<\/em> war das vielleicht so.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jetzt<\/strong> ist es anders.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Gutes Gelingen \ud83d\ude42<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/camillasblog.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/camilla-15-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-885 size-full\"\/><\/figure><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass unsere Worte machtvoll sind, wei\u00df jeder. 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